Wo es besonders relevant ist
Vier Bereiche, in denen mehrsprachige Unterweisung kein Komfort ist, sondern Voraussetzung
Die Auswahl folgt drei Kriterien: hoher Anteil an Beschäftigten, die nicht mit Deutsch als Erstsprache arbeiten, hohes Gefährdungspotenzial – und Arbeitsorganisation, die Präsenzunterweisung teuer macht.
Bau, Gerüstbau, Metall
Schweiß- und Verbindungstechnik 60 %, Gerüstbau 48 %, Metallbearbeitung 37 % der Beschäftigten haben eine Einwanderungsgeschichte. Zugleich der Bereich mit den schwersten Unfallfolgen: Absturz, herabfallende Teile, Maschinen und Handgeräte.
Wechselnde Baustellen, wechselnde Nachunternehmer, Erstunterweisung am Einsatztag – hier gibt es keinen Schulungsraum und keinen ruhigen Termin.
Typische Sprachen: Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Türkisch, Ukrainisch, Englisch.
Logistik, Lager, Paket- und Kurierdienste
Lagerei 42 %, Post-, Kurier- und Expressdienste 41 %, Berufskraftfahrer im Güterverkehr 39 %. Dazu: viele Standorte, Saisonspitzen und eine Fluktuation, die jährliche Präsenztermine praktisch unmöglich macht.
Das ist der Bereich, in dem ein Film am stärksten skaliert: Ein Konzept, freigegeben von einer Zentrale, ausgerollt auf zwanzig Standorte am selben Tag.
Typische Sprachen: Polnisch, Rumänisch, Türkisch, Arabisch, Ukrainisch, Englisch.
Lebensmittel, Fleischverarbeitung, Gastronomie
Lebensmittelherstellung und Köche je 54 %, Fleischverarbeitung 46 %, Gastronomie 54 %, Hotelservice 40 %. Der Bereich mit der dichtesten Regulierung überhaupt.
Hier kommt zur Arbeitsschutzunterweisung die Hygieneschulung dazu: die Folgebelehrung nach § 43 IfSG alle zwei Jahre durch den Arbeitgeber, dazu die Schulungspflicht aus der EU-Lebensmittelhygieneverordnung. Beides eignet sich hervorragend für denselben Filmbaukasten.
Typische Sprachen: Rumänisch, Bulgarisch, Polnisch, Türkisch, Arabisch, Vietnamesisch.
Gebäudereinigung, Sicherheitsdienste, Pflege
Gebäudebetreuung 50 %, Wach- und Sicherheitsdienste 42 %, Altenpflege 33 %. Dezentrale Teams, Alleinarbeit, Nacht- und Randzeiten – oft ohne jeden gemeinsamen Termin im Jahr.
Reinigungskräfte arbeiten mit Gefahrstoffen, Pflegekräfte mit Biostoffen. In beiden Fällen bleibt ein mündlicher Teil Pflicht – der Film sorgt dafür, dass dieser Teil kurz wird und alle mit demselben Wissensstand hineingehen.
Typische Sprachen: Türkisch, Arabisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Leichte Sprache.
Sonderfall Zeitarbeit und Fremdfirmen
Nach § 11 Abs. 6 AÜG trifft die Arbeitsschutzpflicht den Entleiher, nicht den Verleiher: Wer Leiharbeitskräfte einsetzt, muss sie vor Beginn der Tätigkeit über die Gefahren im eigenen Betrieb unterweisen. Bei jedem neuen Einsatz, oft kurzfristig, oft ohne gemeinsame Sprache.
Ein mehrsprachiger Erstunterweisungsfilm löst genau diesen Engpass – abrufbar am Tag des Einsatzbeginns.
Kommunen, Stadtwerke, Bauhöfe
Bauhof, Klärwerk, Schwimmbad, Netzbetrieb, Grünflächenpflege und Saisonkräfte in einer Organisation – mit sehr unterschiedlichen Gefährdungen und einer Fachkraft für Arbeitssicherheit, die alles abdecken muss.
Für den öffentlichen Bereich haben wir ein eigenes Angebot inklusive Vergabehinweisen: Erklärfilme für Kommunen und Stadtwerke.